Ausstattung für ‚Winterbabylone‘ gesucht!

Liebe MitstreiterInnen bei den Neuen Nachbarn, in Rudolstadt & Umgebung, wir haben von der GU-Leitung gut geeignete Räume für unser „Winterquartier“ bekommen – herzlichen Dank vor allem an Katrin. und an Frau Maar. Das „Winterbabylone“ wird naturgemäß anders als unser schönes Sommercafe und auch größer. Jetzt muss es schnellstmöglich losgehen, denn der Winter steht vor […]

Thüringer Integrationspreis 2016 verliehen – mit spezieller Würdigung von Peter Leyh aus Rudolstadt

Bildquelle:  Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

 

Am vergangenen Donnerstag (17.11.) ehrte Frau Mirjam Kruppa, Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge des Freistaates Thüringen einige Initiative, Projekte und Einzelpersonen stellvertretend für viele ehrenamtlichen tätige Menschen mit dem Thüringer Integrationspreis 2016.

Die Bedingungen vor Ort mögen unterschiedlich sein, im Engagement und den Ideen gleicht sich so vieles. Der erste Platz ging an das „Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk“. Es bietet zum Beispiel rechtliche Unterstützung an, betreibt ein Begegnungszentrum und organisiert Tauschbörse für Kleidung und Alltagsgegenstände. Derzeit werden rund 180 Flüchtlinge unterstützt, die in der Stadt untergebracht sind, sowie 60 weitere, die in Frauenwald, Großbreitenbach und Gehren wohnen. Das Netzwerk vereint circa 300 interessierte und aktive Unterstützende.
Unser herzlicher Glückwunsch nach Ilmenau und allen weiteren Preisträgern.

Voller Freude waren wir zu zu acht nach Erfurt gereist, weil dank Carla‘s Bewerbung auch unser Peter Leyh zu den besonderen Preisträgern gehörte. Mit seinen vielfältigen Bemühungen in der Patengruppe Rudolstadt hat er diese Würdigung absolut verdient. Aber natürlich steht auch er als Beispiel für die vielen Aktiven bei den Neuen Nachbarn Rudolstadt und im Landkreis. Gerade weil uns bürokratisches Handeln manchmal Steine in den Weg legt, ist solche Anerkennung Seelenbalsam und weiterer Ansporn.

Ein Training gegen die eigene Ratlosigkeit

Vielen von uns ist es schon so ergangen: ganz unvorbereitet hört man in der Öffentlichkeit Aussagen über Geflüchtete, die einem die Sprache verschlagen. Böswillige Behauptungen, bar jeden
Wahrheitsgehalts, stehen plötzlich im Raum. Soll ich darauf nun reagieren und wenn ja, wie?

Diese und ähnliche Erfahrungen hatten acht Teilnehmer zu einem Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen zusammengeführt, das am 12. November 2016 im Club stattfand. Melanie Pohner und Benjamin Heinrichs vom DGB Bildungswerk Thüringen gestalteten diesen Nachmittag sehr engagiert und kenntnisreich. Dabei wechselten sich Spielsituationen und Diskussionsrunden ab. Der Ablauf und die Analyse einer mehrfach durchgespielten Familienfeier mit völlig konträren Meinungen gingen allen Teilnehmern unter die Haut. Wie einfach war es doch, irgendwelche diskriminierenden Behauptungen in Umlauf zu bringen und wie schwierig war es auf der anderen Seite, in angemessener Weise darauf wirksam zu reagieren.

Sehr informativ war auch eine Einführung in die Rolle der sozialen Medien bei der Meinungsbildung gerade zum Thema Einwanderung und Umgang mit Geflüchteten. Auch hier ging es um die Frage, ob und wie man sich bei entsprechen Diskussionen bei Facebook, Twitter und Whatsapp einbringen sollte.

Ein paar Tipps aus dieser Runde sollen hier gern weitergegeben werden.

Die meisten Reaktionen sind besser als keine. Es wird bei Auseinandersetzungen oft Anwesende geben, bei denen ein Eintreten zugunsten diskriminierter Menschen zum Nachdenken führt, sie motiviert oder beeindruckt. Und das Aneignen eines Grundgerüstes an Fakten und Argumenten zu den aktuellen Themen kann auch nicht schaden.

von Reinhard Roesch